Sielsdorfer Gaensehof
Sielsdorfer Gaensehof

Sielsdorfer Gänsehof WDR Lokalzeit Köln

Sielsdorfer Gänsehof - Geflügel aus Leidenschaft

Gänse bei center tv - Sielsdorfer Gänsehof

Gutes Fleisch aus der Region

Spätestens nach dem Antibiotika-Skandal bei Geflügel fragen sich viele Verbraucher wieder einmal: Wo kann man noch gutes Fleisch kaufen, das gesundheitlich unbedenklich ist? ksta.de
gibt einen Überblick über einige Höfe und Läden in der Region.

ERSTELLT AM 15.03.2012 UM 08:34:41

Reportagen + Werbespot vom Sielsdorfer Gänsehof

Reportage 1+2 :Center TV zu Besuch auf dem Sielsdorfer Gänsehof

Reportage 3 :Live zu Besuch im Studio Köln bei Center TV

Reportage 4+5 :Berichterstattung von Center TV über besondere Direktvermarkter/ Hofläden aus dem Kölner Umland


Werbespot 6: Werbespot auf Center TV

Zu den Beiträgen gelangen Sie hier



ERSTELLT AM 21.05.2007 UM 08:28:52

400 Gänse, 400 Einwohner

Hürth - In der Ferne über den Baumwipfeln hinter der Autobahn sind der Colonius und Kölner Dom zu sehen. Am Ortseingang liegt eine große Wiese, mächtige Eichen stehen am Rand, strecken ihre Äste in den Himmel, das Rauschen des Laubes ist zu hören - und wenn nicht gerade ein Auto vorbeirast, auch Gänsegeschnatter. Ein blonder Mann mit dicker Jacke und Gummistiefeln zieht mit langen Schritten einen Handwagen mit Futter über die Wiese. Die Gänseschar läuft auseinander, um dann Manfred Viander wieder zu umzingeln, sobald er in die Hocke geht. „Gänse sind neugierig.“

Heute: Hürth-Sieldorf

Der Chef des Sielsdorfer Gänsehofes inspiziert sein Federvieh. „Einen Tag sind die Küken alt, wenn ich sie im Mai bekomme. Ganz flauschig und sehr süß.“ Anfangs besucht Viander die Küken alle paar Stunden in ihrem Stall wie ein Vater, der sich um seinen Nachwuchs sorgt. Nun sind sie fast ausgewachsen, braun und grau ist ihr Federkleid. „Sie haben gerade ein ausgiebiges Schlammbad genommen“, sagt der Fachmann und deutet auf die großen Pfützen.

Sielsdorf - der Ort mit rund 400 Gänsen und nur paar mehr Einwohnern: 422 sind es offiziell. Ein Ort mit ein paar alten Bauernhöfen, keiner Kirche, keiner Schule, keinem Lebensmittelladen, sieht man vom Obst- und Gemüseverkauf des Sielsdorfer Gänsehofes einmal ab, und vielen Neubauten. Dennoch fühlen die Leute sich hier wohl, auch Tilmann Röhrig, der neben den Gänsen wohl prominenteste Einwohner.

Am Ende der Dorfstraße lebt der Schriftsteller und Drehbuchautor. Er sitzt an diesem Mittag gerade in seinem Esszimmer, ein Buch mit Ansichten mittelalterlicher Waffen liegt aufgeschlagen auf dem dunklen Holztisch. „Ich muss gleich noch die Würzburger Festung beschießen“, sagt er und deutet auf die Abbildung einer Kanone. Der 61 Jahre alte Verfasser historischer Romane („Ein Sturm wird kommen von Mitternacht“, „Wie ein Lamm unter Löwen“) und Jugendbücher brütet über einem neuen Werk. Der Held ist sein Namensvetter: Tilmann Riemenschneider, der berühmte Würzburger Bildhauer, der dem Freiheitskämpfer Götz von Berlichingen Anfang des 16. Jahrhunderts beistand.

Halb Fisch, halb Vogel

Er habe schon einen Bildhauer-Lehrgang gemacht, um möglichst detailgetreu schreiben zu können. „Die Fakten müssen stimmen“, sagt Röhrig und führt hinaus in den Garten, um seine erste Skulptur vorzuführen: ein Wesen, halb Fisch, halb Vogel. Seit 1977 lebe er in Sielsdorf, der Zufall habe ihn hierher verschlagen.

Röhrig erzählt die Geschichte eines jungen Schriftstellers „mit damals noch ganz langen Haaren“, der bei einem Spaziergang zufällig das „komische kleine grüne Häuschen“ entdeckte, dessen Besitzerin die Tür nur einen Spalt weit geöffnet habe. Kaum eine Stunde später habe er mit dem Ehemann im Garten gesessen und den Vorvertrag über den Kauf des Hauses geschlossen.

Inzwischen ist das Häuschen weiß gestrichen, die Haare auf zivile Nackenlänge gestutzt, und Röhrig ist Kulturpreisträger der Stadt Hürth. Aus dem Schriftsteller ist ein Lokalpatriot geworden, er liest den Kindern beim Martinszug eine Geschichte vor und rühmt die gute Nachbarschaft. „Wenn ich unterwegs bin, passt der Nachbar aufs Haus auf und zieht die Rollläden hoch.“ Natürlich seien die Leute mit ihm „als Künstler“ immer noch sehr nachsichtig, aber er fühle sich in Sielsdorf „total aufgehoben“. „Und das erzähle ich natürlich auch bei jeder Gelegenheit.“

Ein paar Meter weiter streicht Röhrigs Nachbars gerade das Holztor der Hofeinfahrt. Immer wieder taucht Christian Schumacher den Pinsel in den klaren Lack, Maria Schumacher schaut ihm kritisch über die Schulter. Seit 51 Jahren wohnen die beiden in Sielsdorf. Wie es sich hier lebt? Auf die Frage gucken sich die beiden erstmal an: „Man kann hier mit jedem reden“, sagt Maria Schumacher. „Und wunderbar Fahrrad fahren“. Die Dorfgemeinschaft kümmere sich um den Zusammenhalt der Bürger, organisiere das Sommerfest und den Martinsumzug und auch die „Neubürger“ in der Niklaussiedlung, die vor 20 Jahren gebaut wurde, hätten sich gut eingelebt, urteilen die Alteingesessenen. Nur mit den neuen Bewohnern der Sielsdorfer Mühle sei man noch nicht so richtig warm geworden. Schräg gegenüber habe es früher den einzigen Lebensmittelladen gegeben. Das sei lange her, auch der Bäcker komme schon seit Jahren nicht mehr, um morgens frische Brötchen auszuliefern.

Ralph Müller steht vor seinem weiß verklinkerten Einfamilienhaus und macht sich im Garten zu schaffen. „Ich bin in Sielsdorf aufgewachsen.“ Mit seiner Freundin sei er zurückgekehrt, weil auf ein Baugrundstück neben einem Bauernhof frei wurde, da habe er gebaut. „Es ist ruhig hier, und doch ist man in der Nähe der Stadt.“

„Für Kinder ist es traumhaft hier.“ Auch Monika Krogull, 42, die mit Hund und Katze spazieren geht, lobt das beschauliche Leben in Sielsdorf. Die Kinder könnten auf der Straße spielen. „Wir wohnen da, wo die Gänse sind“, pflege sie Bekannten den Weg zu erklären. Auch sie fühle sich wohl hier, ihre 16 Jahre alte Tochter wohl weniger. „Die findet das mittlerweile nicht mehr so toll hier.“

Eine Art Immenhof

Vor dem gelb gestrichenen Anwesen der umgebauten Mühle steht Hans Nathan und mäht den Rasen. 2002 sei er mit seiner Familie in die ehemalige Mühle gezogen. Sechs Familien lebten nun hier - seine Kinder besuchten den Montessori-Kindergarten in Köln - so etwas gebe es in Hürth ja leider nicht. Aber ansonsten sei es in Sielsdorf super. „Das ist hier so eine Art Immenhof.“ Gleich neben der Sielsdorfer Mühle ist das Haus der Dorfgemeinschaft, auf dem Schild über dem Eingang ist eine Gans gemalt. Die Feste der Dorfgemeinschaft seien bestens organisiert, hat Nathan beobachtet. „Morgens um 7 werden die Tische und Bänke aufgebaut, abends ist alles wieder verschwunden.“ Er selbst habe auch schon das Sommerfest besucht, ansonsten sei er in der Freizeit aber eher nach Köln orientiert. „Da ist man ja schnell.“

Die einzige Kneipe im Ort ist „Alt-Sielsdorf“, die frühere „Sielsdorfer Stube“. Zwischendurch war es mal ein China-Restaurant. Seit März steht Wirtin Anita Weber wieder hinter der Theke. 13 Jahre hatte die blonde Gleuelerin die Gaststätte betrieben, und sich jetzt zum Weitermachen entschlossen. Gänsebraten gibt es bei ihr auch. „Ich habe aber auch eine halbe Ente auf der Karte.

Quelle Kölner Stadt Anzeiger

ERSTELLT AM 13.12.2006 UM 20:18:18

Wo es soviel Geflügel gibt, sind natürlich auch täglich frische Eier im Angebot.

Die Geflügelzucht steht auf dem Sielsdorfer Gänsehof im Vordergrund. Britta und Manfred Viander bietet in dem kleinen Hürther Ortsteil Sielsdorf über das ganze Jahr hinweg Geflügel aller Art aus eigener Schlachtung im Hofmetzgerladen an. Aber auch andere Fleischsorten sind frisch zu haben. Viele Kunden kaufen hier ihre Martins- oder Weihnachtsgans. Im Hofladen kennt man auch Tipps zu ihrer Zubereitung. Erweitert wird das Sortiment mit saisontypischem Gemüse und Kartoffeln aus eigenem Anbau. Honig, Kräuter, Erdbeeren und Spargel werden zugekauft.

Quelle Kölnische Rundschau

ERSTELLT AM 08.09.2006 UM 14:08:41